Tankerentgasung auf den Rhein stoppen

ÖDP NRW sieht erhebliche Gefahren für die Gesundheit der Rheinanlieger

(Münster/Düsseldorf) – Tankschiffe auf dem Rhein müssen regelmäßig entgast werden. Da es aber keine ausreichenden Einrichtungen gibt, werden diese Gase ‚unter Fahrt‘ meist einfach in die Umgebungsluft abgelassen. „Ein gesundheitsgefährdendes Unding“, so die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Nordrhein-Westfalen.

Die ÖDP sieht hier die Verantwortung bei den Hafenbehörden. Die Schiffe müssen entgast werden. Es bestehen aber lediglich 2 Entgasungsanlagen um den Hafen Rotterdam und eine betriebsinterne Anlage in Lingen. Zwar ist die Entgasung der Tanks unter Fahrt verboten. Dies wird aber nahezu nicht kontrolliert und ein Entgasen in einer entsprechenden Anlage ist meist nicht möglich, da hier entsprechende Anlagen fehlen.

Die Universität in Delft veröffentlichte 2013 in einer Studie, dass alleine in den Niederlanden pro Jahr ca. 1,5 bis 2 Millionen Kilogramm gefährliche Gase von Tankschiffen ausgestoßen werden. Diese Gase von Ottokraftstoffen, Rohbenzin oder Kraftstoffgemischen gelten als hoch krebsgefährdend. Experten gehen entlang von Rhein und Waal von etwas 2000 ungefilterten Löschungen pro Jahr aus.

Die ÖDP NRW fordert von der NRW-Landesregierung hier umgehend zum Schutze der Rheinanlieger aktiv zu werden. Es müssen hier kurzfristig Entgasungsanlagen gebaut werden, um den Binnenschiffern eine gesetzeskonforme Entgasung der Tankschiffe zu ermöglichen. Auch bedarf es dringend Kontrollen, um das für Leben und Gesundheit der Menschen höchst gefährliche Entgasen in die Umgebungsluft abzustellen.  


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